Katholischer Krimi in Kärnten: 3 offensichtliche Fragen, die noch niemand stellte

Thema: GBS (at), Kirchenprivilegien, Laizität, Moral / Ethik, Politik, Religion |

Seit Monaten tauchen in österreichischen Medien Berichte über den einstigen Kärntner Bischof Alois Schwarz und seine als „enge Vertraute“ bezeichnete, ehemalige Assistentin Andrea Enzinger auf. Die in den Berichten erzählte Geschichte ist komplex und ohne entsprechendes Vorwissen schwer zu verstehen.

Aus diesem Grund lohnt sich ein Blick auf die zeitliche Abfolge der bisher bekannten Geschehnisse in der Kärntner Diözese Gurk-Klagenfurt. Zur besseren Übersicht sind in dieser Abfolge alle bis jetzt bekannten Begebenheiten eingearbeitet, unabhängig davon wann diese öffentlich bekannt wurden. [Mehr]

Prophet und unerbittlicher Wächter der Vernunft

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Richard Dawkins: „Forscher aus Leidenschaft“

© Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin, 2018, ISBN 978-3-550-05026-8, 524 Seiten

Es gibt in der Welt eine objektive Wahrheit, und unsere Aufgabe ist es, sie zu finden(S. 17) – mit diesen Worten beschreibt einer der wichtigsten Denker unserer Zeit die Ziele seines Lebens. Der 1941 geborene britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins gehört zu den bekanntesten Verfechtern von Wissenschaft und Aufklärung; seine zahlreichen Bücher, Aufsätze, Vorträge etc. finden weltweit ein begeistertes Publikum, stoßen wegen ihrer z.T. atheistischen und religionskritischen Inhalte aber auch auf heftige Ablehnung. Das vorliegende Buch enthält 41 – davon 20 bislang unveröffentlichte – Beispiele aus Dawkins Essays, Vorträgen und journalistischen Schriften der letzten drei Jahrzehnte, die er zusammen mit der Herausgeberin Gillian Somerscales ausgewählt, thematisch gruppiert und mit hilfreichen Kommentaren und aktualisierenden Nachworten versehen, präsentiert. [Mehr]

Faszinierende Geschichte eines großen Denkers in seiner Zeit

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James Romm: „Seneca und der Tyrann

Verlag C. H. Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-71876-2, 320 Seiten

Wie gelingt es, 2.000 Jahre rückblickend eine überaus vielschichtige historische Persönlichkeit anhand von widersprüchlichem Quellenmaterial, das sich vielfach als erratisch und unvollständig erweist, gut zu erfassen und – soweit es überhaupt möglich ist – historisch getreu abzubilden? Der in New York lehrende „Professor for Classics“, James Romm, wählte dazu den Weg, die noch vorhandenen Schriften des Lucius Annaeus Seneca (etwa 1 – 65 n.Chr.) mit zeitgenössischen und posthumen Berichten zu seiner Person zur Deckung zu bringen. Die Ausgangslage bestand darin, dass Seneca einerseits sehr positiv als Denker, Dichter, Moralist und Erzieher sowie Berater des Kaisers Nero – und dazu auch als Mensch mit höchsten ethischen Werten und Idealen – beschrieben wird, andererseits aber auch von Zeitgenossen als schlauer Manipulant, der sich maßlos bereicherte und an finsteren Verbrechen des Palastes teilhatte, wahrgenommen wurde. Herausgekommen ist dabei ein sehr detailreiches, sehr spannendes Buch, „das teilweise Biografie, teilweise erzählte Geschichte und teilweise eine Exegese der Schriften Senecas ist, sowohl seiner Prosawerke als auch seiner Versdichtungen“ (S. 12). [Mehr]

Cunctos populos: Die geistige Wende in ein “Finsteres Mittelalter”!

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Rolf Bergmeier: „Machtkampf. Die Geburt der Staatskirche“
Alibri Verlag Aschaffenburg, 2018, ISBN 978-3-426-86569-292-4, 205 Seiten

Am 28. Februar 380 verkündete Kaiser Theodosius den Erlass „Cunctos populos“, der im römischen Reich den Katholizismus zur Staatsreligion erhob. Der Historiker Rolf Bergmann schildert diesen „Sieg des Katholizismus und die Folgen für Europa“ (Untertitel des Buches) als epochales Ereignis, das die Welt nicht nur veränderte, sondern auch bis heute prägt. Wer die Bücher des Autors (z.B. „Schatten über Europa“) kennt, weiß, was ihn erwartet: Klare, zuweilen mit Ironie gewürzte Sprache, akribische, mit umfangreichem Quellenmaterial belegte Darstellung, stringente Analysen, gute Verständlichkeit in Verbindung mit zum Teil streitschriftartiger Erzählweise.

„Cunctos populos“ eröffnete die Dominanz der katholischen Religion in allen Phasen des Daseins: “Ein ganzer Kontinent verliert seine in Jahrhunderten gewachsene Identität. Bis Bürger die antike Welt in all ihrer Schönheit wieder ans Licht holen“ (S. 8). Das Buch beschreibt, wie in einer zerstückelten Religionslandschaft eine ausgewählte Religion zur machtvollsten der Welt wird, wie diese die Menschen in allen Bereichen ihres Lebens beherrscht und wie damit die kulturellen, zivilisatorischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in Mitteleuropa – im Gegensatz zu den byzantinischen und islamischen Hochkulturen – einen Tiefstand erreichen. Ein Religions-Tsunami rollte über Europas Geschichte hinweg, „ein Geist, der Europa mehr als tausend Jahre beherrschen wird und die Welt bis heute zu normieren sucht“ (S. 9). [Mehr]

„Ist Wissenschaft auch nur eine Form von Glaube?“

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Zitat aus einem neu erschienenen kulturphilosophischen Buch eines renommierten Universitätsprofessors, Religions- und Kulturwissenschaftlers:
„… Denn es zeigt sich, dass atheistische Naturwissenschaftler auf die gesamte Weltdeutung schließen wollen… genau und kritisch besehen sind auch die Grundannahmen der Atheisten, der Naturalisten und der Materialisten nur Glaubensannahmen und Vermutungen, aber keine Ergebnisse festen Wissens…..“

Dazu, sowie zu zahlreichen ähnlichen Aussagen folgende Anmerkungen:

  1. Was bedeutet „Glaube“, bzw. „Glaubensannahme“?
    a) Eine Wahrscheinlichkeitsannahme (falsifizierbar!).
    b) Eine Erwartung/Hoffnung (falsifizierbar).
    c) Ein ideologisches, dogmatisches oder religiöses „für wahr halten“ (nicht falsifizierbar!).

Im Zusammenhang mit (Natur)Wissenschaft bedeutet „Glaube“ ausschließlich „Wahrscheinlichkeitsannahme!
Karl Popper: „..unser Nichtwissen wird durch Wahrscheinlichkeit überbrückt und ergänzt…“

Zeitgemäße Methoden und Erkenntnisse der Wissenschaft basieren im Wesentlichen auf den von Karl Popper formulierten Prinzipien des Kritischen Rationalismus (KR):

a) KR beruht auf der metaphysischen Hypothese, dass es eine reale Welt gibt (siehe 2.a). Diese empirisch nicht überprüfbare Hypothese ist für die Naturwissenschaften unverzichtbar, sie ist jedoch kritisier- und prinzipiell falsifizierbar (im Gegensatz zu unkritisierbarer, dogmatischer Metaphysik!). Prinzipiell sollen jedoch metaphysische Annahmen so wenig wie möglich in wiss. Modelle eingehen („Metaphysik Minimierungsprogramm“).

b)
KR ist fallibilistisch, erkenntnisoptimistisch, objektivistisch und intersubjektiv auf der Basis der „Evolutionären Erkenntnistheorie“ mit der Grundaussage, dass Wissen grundsätzlich fehlbar und immer vorläufig ist. [Mehr]

Bertrand Russell: „Warum ich kein Christ bin“

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Auswahl von Zitaten mit Hervorhebungen und Unterstreichungen durch Gerfried Pongratz

Bertrand Russell – der zu den bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts zu zählen ist – hielt den Vortrag “Why I am not a Christian” am 6. März 1927 unter der Schirmherrschaft der National Secular Society. Russell geht dabei besonders auf die Gottesbeweise und auf den Charakter Christi ein. Die Zitate sind dem gleichnamigen, 1963 im Münchner Szeszny Verlag erschienenen Buch entnommen.

Was ist unter dem Wort “Christ” zu verstehen? Es wird heutzutage von sehr vielen Menschen in einer recht allgemeinen Bedeutung gebraucht. Manche verstehen darunter bloß eine Person, die sich bemüht, ein gutes Leben zu führen. Ich verstehe unter einem Christen nicht irgendeine Person, die sich entsprechend ihren geistigen Fähigkeiten bemüht, anständig zu leben. Nach meiner Ansicht muß man ein gewisses Mindestmaß an festem Glauben besitzen, bevor man das Recht hat, sich einen Christen zu nennen.

 Was ist ein Christ?

Ich finde jedoch, dass es zwei Punkte gibt, die für jeden, der sich einen Christen nennt, wesentlich sind. Der erste ist dogmatischer Natur – dass man nämlich an Gott und die Unsterblichkeit glauben muß. Wenn Sie an diese beiden Begriffe nicht glauben, so können Sie sich nicht einen Christen nennen. Darüber hinaus muß man, wie schon der Name sagt, in irgendeiner Form an Christus glauben. Ich meine, man muß wenigstens daran glauben, dass Christus, wenn schon nicht göttlich, so doch zumindest der Beste und Weiseste der Menschen war. Wenn Sie nicht einmal soviel von Christus glauben, haben Sie meiner Ansicht nach kein Recht, sich als Christen zu bezeichnen.

Die Existenz Gottes:

Die katholische Kirche hat zum Dogma erhoben, dass sich die Existenz Gottes durch die Vernunft beweisen läßt. [Mehr]

Erkenntnisse, die die Welt veränderten, gut erklärt!

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Rüdiger Vaas: “EINFACH EINSTEIN – Geniale Gedanken schwerelos verständlich”

„Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen…. Man kann nicht anders, als die Geheimnisse von Ewigkeit, Leben oder die wunderbare Struktur der Wirklichkeit ehrfurchtsvoll zu bestaunen. Es genügt, wenn man versucht, an jedem Tag lediglich ein wenig von diesem Geheimnis zu erfassen…“ (Albert Einstein).

Populärwissenschaftliche Bücher über Albert Einstein besitzen immerwährende Konjunktur, allein bei Amazon sind über 1.000 Titel zu finden und jedes Jahr kommen neue hinzu – dem bekannten Wissenschaftsreporter, Astronomie- und Physik-Redakteur Rüdiger Vaas gelingt es, mit „Einfach Einstein“ dieses Genre mit einem Glanzstück zu ergänzen. Gemeinsam mit dem Illustrator Gunther Schulz legt er ein kleines, aber sehr inhaltsreiches Werk vor, das Einsteins Entdeckungen und Theorien sowie damit verbundenes physikalisches und astronomisches Grundwissen gut verständlich aufbereitet, umfassend darstellt und damit den “Spagat” bewältigt, interessierten Laien wie auch informierten Lesern interessanten Lesestoff zu bieten, ohne die einen zu überfordern und die anderen zu langweilen. [Mehr]

“Ein Jahrhundertdenker – Karl R. Popper und die offene Gesellschaft”

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Styria Buchverlage 2018, ISBN 978-3-222-15019 -7, 239 Seiten

 Meiner Meinung nach ist Karl Popper der größte Wissenschaftstheoretiker, der je gelebt hat“, so der Biologe (Nobelpreisträger) Sir Peter Medawar. Karl Raimund Popper (1902 – 1994) ist unbestritten einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts, seine Erkenntnisse zur Wissenschaftstheorie, Sozialphilosophie, Politischen Theorie etc. haben sich als richtungsweisend erwiesen und gesellschaftspolitische Entwicklungen und Diskussionen sowie auch moderne wissenschaftliche Methodik entscheidend geprägt. Der Grazer Philosophieprofessor Kurt Salamun, ein ausgewiesener Kenner Karl Poppers, unternimmt den Versuch, den Gelehrten in seinen vielen Aspekten und seinem bedeutenden Wirken einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen; sein Buch bietet interessierten Lesern tiefe Einsichten in das äußerst umfangreiche Werk Poppers.

Um es vorwegzunehmen: des Autors Vorhaben ist hervorragend gelungenen! In auch für philosophisch Ungeübte gut verständlicher Sprache, sehr umfassend mit zahlreichen Originalzitaten und vielen Querverweisen (auch zu Kritikern) versehen, vermittelt das Buch Poppers Gedanken und Erkenntnisse zu freiem, rationalem Denken, zu kritischer Vernunft, zur Wertschätzung einer offenen, demokratischen Gesellschaft. Der Untertitel verweist auf Poppers wichtiges Anliegen, die „offene Gesellschaft“; darüber hinausgehend beleuchten die Ausführungen auch alle anderen Gebiete von Poppers Denken, das in seiner Tiefe und Vielseitigkeit seinesgleichen sucht. Kurt Salamun liegt dabei sehr daran, zu zeigen, „dass sich Poppers Philosophie nicht auf eine positivistisch orientierte Erkenntnis- und Wissenschaftslehre reduzieren lässt“, sondern „vielmehr das Bild eines kritisch-rationalen Menschentyps, der als normative Zielvorstellung eine Vorbildfunktion haben kann“ entwirft (S. 7). [Mehr]

Felix Mitterer “Mein Lebenslauf”

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Der Tiroler Autor Felix Mitterer zählt zu den Größten der österreichischen, ja der gesamten deutschsprachigen Literatur, es gibt wohl nur wenige Menschen, die mit ihm nicht das eine oder andere persönliche Fernseh-, Theater- oder Hörspielerlebnis in Verbindung bringen. Mit seinen gesellschafts- und oftmals auch sehr religionskritischen Texten war und ist er seiner Zeit weit voraus und damit auch zahlreichen Widerständen und Anfeindungen ausgesetzt. Bei z.B. “Stigma” (Thema Exorzismus) gab es Aufstände und Wallfahrten, in seiner Autobiografie „Mein Lebenslauf” schreibt er dazu (S. 121): “Während jeder Vorstellung finden Wallfahrten … und Messen statt, in denen gegen das Stück gepredigt, aber auch manchmal um mein Seelenheil gebetet wird….”. “Die Beichte” thematisiert Kindesmissbrauch durch Kleriker: “Es geht hier um krankhafte, kriminelle Pädophilie, in der Hauptsache geht es um das Zölibat, darauf beharre ich nach den vielen Recherchen” (S. 381); In “Verlorene Heimat” beschreibt er die brutale Vertreibung der Zillertaler Protestanten durch die Katholiken und in zahlreichen weiteren Theaterstücken, Hörspielen und Drehbüchern wird das Thema Religiosität kritisch – oftmals ironisch, feinsinnig humorvoll – abgehandelt, bzw. beleuchtet.

In “”Literarische” Religionskritik anhand ausgewählter Werke von Felix Mitterer“ findet man: https://www.grin.com/document/311506

3.1 Mitterers Verhältnis zur Religion
In seinen Werken greift Felix Mitterer häufig die Katholische Kirche an. Auf die Frage, wie er zur Institution Kirche stehe und ob er ein gläubiger Mensch sei, antwortete Mitterer in einem Interview Folgendes: “Ich stehe sehr kritisch zur Katholischen Kirche, ich kritisiere diese Institution, sie hat viel angerichtet. Aber es gibt keinen Hass oder Antiklerikalismus. Ob ich ein gläubiger Mensch bin, kann ich nicht beurteilen. Obwohl ich vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten bin, kann ich möglicherweise gläubiger sein als ein eingetragener Katholik.” (Mitterer & Demel 1995, S.38)
In seinem Stück “Krach im Hause Gott” greift Mitterer die Anliegen der feministischen Theologie auf, was ihm bereits vor der Ausstrahlung des Hörspiels eine Anzeige wegen Religionsverhöhnung einbrachte. Ausgangspunkt für dieses Werk war, dass Mitterer schon seit Jahren das Weibliche an der christlichen Religion vermisste. In diesem Mysterienspiel lässt er deshalb Maria der Männerrunde klarmachen, dass die Menschheit “in die Irre geht, weil Gott Vater selbst und nach seinem Vorbild die christliche Religion ‘das Weibliche’ vernachlässigt und verdrängt habe” (Mitterer & Demel 1995, S.114) und will damit sein Publikum auf unterhaltsame Weise mit theologischen Problemstellungen, überhaupt mit den Auswirkungen der monotheistischen Religion konfrontieren.
Auch in seiner Version des “Jedermann” dient bereits der rüde Ton in den Eingangspassagen – satirisch und ironisch – der Demontage von veralteten religiösen Vorstellungen. “Persiflierende Bezeichnungen der drei göttlichen Personen” (Mitterer & Demel 1995, S.109) und andere Kraftäußerungen werden bewusst als sprachliche Mittel zur Anprangerung und zum Abbau von religiösen Klischees eingesetzt.

Rezension
Felix Mitterer “MEIN LEBENSLAUF”

Felix Mitterer, ein Name, der jedem Literatur- und Theaterfreund geläufig ist und den wohl auch die meisten Film- und Fernsehfreunde kennen: Als Autor von mittlerweile 50 Theaterstücken, 30 Drehbüchern, 6 Hörspielen und mehreren Büchern; als Träger zahlreicher hoher Auszeichnungen und nicht zuletzt als beeindruckenden Schauspieler – kurzum als Darsteller und Literaten, der zu den bedeutendsten Schriftstellern des deutschsprachigen Raumes zählt. [Mehr]

Rana Ahmed: “Frauen dürfen hier nicht träumen”

Thema: Islam, Laizität, Politik, Religion, Rezension | Tags: ,

Die spannendsten Geschichten schreibt das Leben selbst“, Rana Ahmads uneingeschränkt empfehlenswertes Buch liefert den Beweis; ihre in Teilen „unter die Haut gehende“ Biografie berührt in mehrfacher Hinsicht:

Als überaus farbig, sehr gut erzählte Lebensgeschichte einer jungen, mutigen Syrerin, die in Riad in Saudi Arabien in einer streng gläubigen muslimischen Familie aufwächst und nach und nach – mit dramatischen Erlebnissen und biografischen Einbrüchen – sich von der totalen Kontrolle und Fremdbestimmtheit der patriarchalen Welt einer alles beherrschenden Religion zuerst mental, dann auch real befreit und auf einer abenteuerlichen Flucht nach Deutschland retten kann. [Mehr]