Warum wir glauben!

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Über die evolutionären Wurzeln religiöser (und esoterischer) Gläubigkeit

Ob Religion oder Esoterik, die meisten Menschen hängen einem Glauben an, selbst Atheisten sind nicht selten von der Kraft der Homöopathie, der Macht der Astrologie oder von alternativen Heilmethoden in Form diverser „Wunderkuren“ überzeugt. Kann es sein, dass wir Menschen, wie manche Evolutionsbiologen und Erkenntnistheoretiker meinen, zum Glauben programmiert (verdammt) sind?
Woher rührt das Bedürfnis nach einem religiösen Weltbild, warum ist es so tief in der menschlichen Psyche verankert? Nach den Kriterien der evolutionären Selektion haben sich nur Eigenschaften durchgesetzt, die von Nutzen sind – was nützt Homo sapiens der Glaube an das Unbeweisbare, das oftmals völlig Absurde und warum hat die Evolution ein so kostspieliges Phänomen wie Religion überhaupt hervorgebracht und am Leben erhalten? Rätsel, die die Wissenschaft im Zusammenhang mit Glauben seit langem beschäftigen; dazu auch die Frage, ob Religiosität und bestimmte Formen von Esoterik genetisch bedingt sind, oder auf religiösen Memen (Ideen), die sich erfolgreich vermehrt haben, beruhen.

Der Begriff „Glaube“ ist mehrdeutig; im Alltagsgebrauch und auch in der Wissenschaft verstehen wir darunter Wahrscheinlichkeitsannahmen, bzw. Theorien, die grundsätzlich falsifizierbar sind. Religiöser Glaube unterscheidet sich davon durch die Postulierung absoluter, nicht falsifizierbarer „Wahrheiten“, die durch Offenbarungen, „heilige“ Bücher oder auch „besondere“ Menschen kundgetan wurden. Esoteriken verstehen sich als elitäre – intuitive – „Vernunftmodelle“ für Auserwählte, die „das Wahre“ schauen können; sie bilden zudem einen Sammelbegriff für Praktiken, Techniken und “Denkrichtungen“, die weder empirisch noch rational überprüfbar sind.

Die Erforschung von Glaubensvorstellungen mit wissenschaftlichen Methoden (Anthropologie, Erkenntnistheorie, Evolutions- und Hirnforschung, Psychologie, Ethnologie usw.) richtet sich auf Gründe und Bedingungen religiöser Glaubensentstehung sowie auf deren Erscheinungsformen und Ausprägungen. Die Grenzen zwischen Religionen und esoterischen Praktiken sind dabei fließend, Religionen beinhalten meist staatlich anerkannte und geförderte, Esoterik dagegen staatlich nicht anerkannte, nicht geförderte, Glaubensvorstellungen (wenn eine esoterische Lehre genügend Anhänger findet, kann daraus sehr leicht eine Religion entstehen – siehe Scientology).

Die Frage nach den Gründen für die Entstehung von Religionen beschäftigte Denker von der Antike bis zur Neuzeit, die (säkulare) Antwort bestand bis vor wenigen Jahren überwiegend darin, dass es sich bei religiöser Gläubigkeit um ein kulturell bedingtes Phänomen handle. Der Mensch sei, als sich Selbstwahrnehmung und Bewusstsein hinreichend entwickelt hatten, aus der Erkenntnis seines Ausgeliefertseins, seiner Sterblichkeit und im Hinblick auf die ihn umgebenden unzähligen – oftmals bedrohlichen – Rätsel und Notlagen seiner Existenz zur Erkenntnis gelangt, dass es „höhere Mächte“ geben müsse, die man ansprechen könne und um deren Wohlwollen man sich bemühen muss. Die zu dieser Annahme noch hinzukommenden unbezweifelbaren Vorteile – z.B. in Bezug auf Gruppenbildung mit gruppenspezifischer Kooperation – haben zusätzlich beigetragen, Religionen zu entwickeln: Als soziale Systeme, deren Mitglieder sich zum Glauben an übernatürliche Akteure bekennen und ihre Anhänger mit Symbolen, Werten, Ritualen und geistigen, oftmals auch weltlichen, Führern versorgen.

Neben diesen zweifellos richtigen und wichtigen Gründen für die Entwicklung von Religiosität vermitteln neuere Erkenntnisse einschlägiger Forschung, dass die evolutionären Wurzeln für religiöses (und esoterisches) Denken stammesgeschichtlich wesentlich tiefer liegen; entsprechende Untersuchungen zeigen, dass sie sogar bei höher entwickelten Tieren ansatzweise zu finden sind. Die nachstehenden Ausführungen versuchen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – den derzeitigen Erkenntnisstand darzulegen: 

Evolutionäre Wurzeln für die Entwicklung religiöser (esoterischer) Gläubigkeit:

Vorbemerkung: Kausalität, als Bedingtheit des menschlichen Denkens und Fühlens in „Ursache und Wirkung“ sowie Zufall, als kausal nicht erklärbares Ergebnis einer bestimmten Ausgangssituation, prägen unsere Weltsicht. Die Idee des Zufalls ist jedoch evolutionär sehr jung und bei Naturvölkern auch heute noch nicht zu finden: Alle Ereignisse und Erscheinungen besitzen für sie Bedeutung, allen werden Verursacher zugeschrieben (die Wahrnehmung von Zufall bedingt eine Grundfähigkeit zur Wahrscheinlichkeitseinschätzung, wobei die Entdeckung des Zufalls eine größere Menschenzahl erfordert, die bei Frühmenschen, die in kleinen Gruppen auf großen Flächen lebten, noch nicht vorhanden war).

Akteurschaftsannahmen:
Menschen wie Tiere unterliegen einem leicht auslösbaren – evolutionär fürs Überleben in einer gefährlichen Umwelt notwendigen – Instinkt, allem, was sich bewegt, was Geräusche hervorruft, was kompliziert ist, einen Akteur mit ganz bestimmten Absichten (in Form von Annahmen, Wünschen und psychischen Zuständen) zuzuschreiben; die Annahme, es geschehe etwas ohne besonderen Grund, widerstrebt unserer Natur zutiefst. (Selbsttest: Nachtwanderung in einem unbekannten dichten Wald mit vielerlei unbekannten Geräuschen).

Intentionalitätsannahmen:
Die den unbekannten/unsichtbaren „Akteuren“ zugeschriebenen Absichten muss man zu erkennen versuchen, um dafür oder dagegen rationale Verhaltensweisen (Listen, Gegenlisten, Finten usw.) entwickeln zu können. Intentionalitätsannahmen entstanden, bzw. entstehen auf verschiedenen Kognitionsstufen: Zuunterst im Bemühen um Erkenntnis und Befriedigung eigener Bedürfnisse (bei allen höher entwickelten Säugetieren) bis zum (auf einer höheren Kognitionsstufe liegenden) Wunsch, die Bedürfnisse und Absichten anderer Wesen (auch von Ahnen, Geistern und Göttern) zu verstehen – eine „Theory of Mind“ zu entwickeln – und dabei zu versuchen, diese zu beeinflussen. In den noch höher entwickelten Kognitionsstufen („ich denke, dass du denkst, dass ich denke, dass du denkst…“) entsteht der Wille, auch göttliche Absichten zu erkennen und zu beeinflussen, wobei für diesen Zweck u.a. Rituale geschaffen werden. Die höchste Stufe der Intentionalitätsannahme kreiert komplexe Sozialsysteme und Strukturen und ist in religiöser Hinsicht vom Wunsch bestimmt, den Willen der Götter mit menschlichen Bedürfnissen und Wünschen zu versöhnen.
Alle höher entwickelten Lebewesen leben permanent mit intentionalen Annahmen, wobei die Hirnforschung zeigt, dass das Gehirnvolumen mit dem Intentionalitätsannahmevermögen korreliert; nichtintentionales, bzw. nichtteleologisches Denken fällt sehr schwer.

Filter und Voreinstellungen im Nervensystem:
Unser Gehirn besitzt aus guten Gründen Vorlieben für Anomalien, Ausnahmen und Rätselhaftes. Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut, eine selektive Wahrnehmung ist deshalb für unser geistiges Aufnahme- und Erinnerungsvermögen überlebenswichtig.

Hypothesenbildung und Mustererkennung:
Gehirnforscher bezeichnen das menschliche Gehirn als Fiktionserzeugungsapparat. Akteurs- und Intentionalitätsannahmen gemeinsam mit der Vorliebe unseres Gehirns für Anomalien und Rätselhaftes führen zu Hypothesen, wobei es nahe liegt – und entwicklungsgeschichtlich sinnvoll war – alle Rätsel unsichtbaren Kräften zuzuschreiben. Gleichzeitig produziert das Gehirn auch automatisch Wiederholungen seiner Zuschreibungen und Vorlieben, wodurch die Wirkung von Annahmen und bestimmten Eindrücken ganz wesentlich verstärkt wird.

Zusätzlich sind Menschen und Tiere – evolutionär sehr wichtig – darauf programmiert, Muster zu erkennen und in diesen Regelmäßigkeiten zu entdecken. Das menschliche Lernen, bei Kleinkindern z.B. auch der Spracherwerb, erfolgt hauptsächlich über Mustererkennung. Der Wunsch, bzw. Zwang, Muster zu erkennen, verleitet aber auch dazu, Muster dort zu sehen, wo keine vorhanden sind. Die Entdeckung von Mustern und Regelmäßigkeiten – tatsächlich oder vermeintlich – wird mit Verminderung von Angst vor Unvorhersehbarkeit und Unkontrollierbarkeit sich selbst zur Belohnung (Versuchspersonen mit starkem Glauben an Übersinnliches „entdecken“, wie in Hirnscans nachgewiesen wurde, wesentlich stärker als Skeptiker auch dort verborgene Muster und Zusammenhänge, wo es keine gibt).

Autoritätsgläubigkeit
bildet ein wichtiges Selektionsmerkmal für Kindergehirne und ist in frühen Entwicklungsstufen für das Überleben des Kindes mitentscheidend. Die uns angeborene Autoritätsgläubigkeit macht uns für frühkindliche religiöse Prägungen besonders empfänglich und sensibilisiert (verleitet) uns u.U. ein Leben lang zur Imagination omnipotenter höherer Wesen. Frühkindliche Prägungen und Vorstellungen sind im Erwachsenenalter nur schwer überwindbar und, wie die Menschheitsgeschichte zeigt, von überragender Bedeutung. Verstärkend dazu wirkt, dass Autoritätsgläubigkeit durch die Verminderung eigener Entscheidungsverantwortung nicht unwesentlich zum persönlichen Wohlbefinden beiträgt.

Neigung zu Zirkelschlüssen:
Das menschliche Gehirn neigt zu Zirkelschlüssen. Durch Selbstbestätigungen (z.B. durch „Gebetserhörungen“) werden diese zu Selbstbelohnungen und immunisieren gleichzeitig gegen innere Zweifel und Kritik von außen.
Beispiel eines Zirkelschlusses: Die Bibel ist Gottes Wort, denn es steht geschrieben „alle Schrift ist von Gott eingegeben“ (Neues Testament, Paulus Brief an Timotheus).

Religionsentwicklung verläuft in mehreren Stufen:

Aus stammesgeschichtlich erfolgreichen Erkenntnisformen und Verhaltensweisen entwickelten sich nach und nach religiöse Vorstellungen und Praktiken (wobei die Frage offen bleibt, ob diese ein Ziel der Evolution, oder eher ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt – einen Zufall der menschlichen Entwicklungsgeschichte – darstellen).

Im Animismus werden unsichtbare Akteure durch Opfer gewogen gemacht, die Zuschreibungen von Intentionen auf sich bewegende Dinge (Akteure) liefern strategische Informationen und bewirken „religiöse“ Verhaltensweisen (bereits seit ca. 120.000 Jahren gibt es rituelle Totenbestattungen mit Grabbeigaben, die ein Weiterleben nach dem Tode, bzw. die Wirkung von Verstorbenen als übernatürliche Akteure, als Grundannahme vermuten lassen). 

Aus animistischen Religionen entwickeln sich Volksreligionen, die noch ohne Schrift und ohne Hierarchien, aber mit Vermittlern (Schamanen), religiöse Rituale vollziehen. Durch permanente Wiederholungen werden u.a. starke Zugehörigkeitsgefühle entwickelt, Weissagungstechniken sowie Immunisierungsstrategien (Mysterien) verstärken und vertiefen sie.

In höher entwickelten organisierten Religionen erhalten religiöse Meme Verwalter in Form von Priestern und Theologen. Die Religionsinhalte werden ausgefeilter, heilige (göttliche) Schriften sowie Initiationsriten (Taufe, Firmung etc.) und Totenkulte stärken die Gruppensolidarität. Organisierte Religionen durchdringen und beherrschen nach und nach alle Lebensbereiche (Erziehung, Kultur, Kunst, Politik), Götter werden zu Tauschpartnern, die man um etwas bitten kann, bzw. bitten muss, göttliche Gegenspieler (Teufel, Dämonen) bekommen große Bedeutung (Gott ohne Teufel wäre ein instabiles Konzept).

Die Vorteile religiöser Gläubigkeit liegen vor allem in der Vermittlung psychosozialer Geborgenheit; sie spendet Trost, angenehme Gefühle und positive Erwartungen. Gebete – als Gesprächstherapie – verstärken Selbstvertrauen und Gruppenzugehörigkeit, vermindern gleichzeitig Ängste und schenken Motivationsgewinn. Auch haben, wie religionsdemographische Studien zeigen, religiöse Menschen mehr Kinder und besitzen zudem meist auch stärkere Gruppenbindungen.

Esoterischer Glaube kann, wie Religionen auch, als Auslösemechanismus für positive Immunreaktionen und Selbstheilungsvorgänge dienen und vermittelt zusätzlich ebenfalls psychosoziale Geborgenheit.

Religiöser wie auch z.T. esoterischer Glaube bieten Orientierung im Dasein und können über Placeboeffekte positive Wirkungen entfalten, manchmal aber auch Noceboeffekte auslösen.

Neben den Vorteilen sind auch die Nachteile religiöser (und esoterischer) Gläubigkeit, die sich unter Berufung auf Offenbarungen und heilige Schriften im vermeintlichen Besitz absoluter Wahrheit wähnt, unübersehbar: Sie verleiten zu Absolutheitsansprüchen und Fundamentalismus sowie in weiterer Folge zu Intoleranz, Lernbehinderung, Wissenschaftsfeindlichkeit und Ablehnung von Andersdenkenden. Auch führt das in manchen Religionen vorherrschende negative Menschenbild der eigenen „Sündigkeit“ zu Rückschrittlichkeit, sexueller Bedrängt- und damit persönlicher Unsicherheit mit vielerlei Ängsten (z.B. vor Verdammnis). Wie die Menschheitsgeschichte zeigt, erweisen sich auf religiösem Glauben basierende Macht- und Herrschaftsstrukturen (Theokratien) oftmals als besonders kriegerisch, brutal und unmenschlich und brachten/bringen unendlich viel Leid über die Menschheit.

Religiöser (esoterischer) Glaube – genetisch und/oder kulturell verankert?

Diese Frage ist nicht völlig geklärt, die Erforschung von Gehirnaktivitäten im Zusammenhang mit religiös/spirituell gedeuteten Bewusstseinsänderungen (Meditation, Trance, Hypnose, Nahtoderfahrungen etc.) lässt jedoch eine hohe Wahrscheinlichkeit erkennen, dass die Neigung zu religiösen Gefühlen (zur Selbsttranszendenz) im Erbgut und die jeweilige Ausprägung des Glaubens kulturell verankert ist. Studien an eineiigen Zwillingen, durch Neurotransmittergaben, mit Elektrodenstimulation des Gehirns, wie auch Erkenntnisse zur Schläfenlappen-Herdepilepsie (die bei Paulus, Mohammed, Jeanne d‘Arc, Joseph Smith, Dostojewski, diversen Schamanen etc. mit hoher Wahrscheinlichkeit post mortem oder real festgestellt wurde) verstärken diese Annahme, wobei allerdings auch einige Untersuchungen, beispielsweise zum vermuteten Vorhandensein eines „Gottes-Gens“ in unserem Erbgut oder eines „Gottes-Moduls“ in unserem Gehirn, sich bis jetzt als nicht stichhaltig erwiesen haben. Trotzdem deutet nicht zuletzt die Hartnäckigkeit, mit der sich religiöse Überzeugungen (bzw. manche esoterischen Praktiken) in allen Kulturen der Welt halten, nach Meinung namhafter Biologen und Evolutionsforscher auf eine genetische Grundlage hin. Der Grazer Philosoph Gerhard Schurz meint dazu: „Wäre Religion nur ein Mem im Sinn von Dawkins, so hätte sie in gewissen Kulturen auch aussterben müssen und dort nicht spontan wieder entstehen dürfen“, der britische Entwicklungsbiologe Lewis Wolpert vertritt die Überzeugung, dass wir Menschen mit einer „Glaubensmaschine“, programmiert von unseren Genen, ausgestattet seien und der deutsche Religionswissenschaftler und Neurotheologe Michael Blume formuliert sogar: „Mit Hilfe unserer Kultur und unseres Verstandes können wir unsere religiöse Grundgläubigkeit so wenig überwinden wie unsere Musikalität“!

Auch wenn man dieser Aussage Michael Blumes nicht zustimmen mag, bleibt doch unbestreitbar, dass uns die Evolution eine gewisse Grundgestimmtheit, bzw. Grunddisposition, zu Gläubigkeit in die Wiege gelegt hat und dass Menschen eher zum Glauben als zum Nichtglauben neigen (Vernunft und Logik kommen selbst gegen abstruseste Glaubensinhalte meist nicht an – credo quia absurdum est).

Zusammenfassung und Schlussbetrachtung:

Als Summe aller bisher vorliegenden Erkenntnisse kann mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass religiöse (und z.T. esoterische) Gläubigkeit ein durch Evolution entstandenes, genetisch bedingtes, natürliches menschliches Phänomen darstellt, das sich in kultureller Evolution memetisch weiterentwickelt und verfestigt hat! Es setzt sich aus Ereignissen, Objekten und Strukturen zusammen, die den Gesetzen der Naturwissenschaften gehorchen und keine übernatürlichen Elemente enthalten!

Wie wir mit dieser Erkenntnis umgehen, bzw. ob wir die Disposition zu religiöser und/oder esoterischer Grundgläubigkeit überwinden können, hängt nicht zuletzt davon ab, wie stark wir frühkindlich diesbezüglich geprägt wurden und wie unsere daran anschließende Sozialisation erfolgte. Etwas überspitzt könnte man es so formulieren:
Wir neigen zu Gläubigkeit, wir müssen und sollten aber beileibe nicht alles glauben: Vor allem nicht Aussagen und Antworten mit Absolutheitsanspruch sowie Aussagen und Forderungen, die den Erkenntnissen von Aufklärung, Humanismus, Wissenschaft und kritischem Rationalismus widersprechen! Durch Erziehung, Bildung und Wissenschaft können wir unsere inhärente Gläubigkeit zum Teil überwinden, zum Teil kanalisieren und dadurch zur Vermeidung gravierend negativer Auswirkungen religiöser und esoterischer Glaubensvorstellungen beitragen!

Publiziert in der Zeitschrift “freidenker” Nr. 1/2015, Wien.

About Gerfried Pongratz

http://www.pongratz.or.at

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