Wider die Phrasendrescherei – Replik auf Thomas Schmidingers “Wider den atheistischen Fundamentalisten”

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Am 19.07.2012 erschien beim Onlineportal der Wiener Zeitung ein Gastkommentar des Politikwissenschaftlers Thomas Schmidinger. In diesem Beitrag übt er massive Kritik am fundamentalisitschen Atheismus, den es in Österreich ab und an geben soll. Sich selbst als toleranten Atheisten bezeichnend, behauptet er, die Kritik atheistischer Organisationen an den Beschneidungsritualen mancher Religionen würden eben jene, bzw. deren Anhänger, diabolisieren. Von Markus Arch

Bevor ich mich mit den “Argumenten” des Artikels auseinandersetzen werde, möchte ich noch folgendes zum Thema Atheismus sagen:

Atheismus wird von religiöser Seite gerne als Schlagwort genommen, als ob der Unglaube an eine bestimmte Form des Metaphysischen mit dem Glauben an eben jene gleichzusetzen wäre. Atheismus ist, im Gegensatz zu Glaube, keine Beschreibung innerster Überzeugungen, sondern lediglich eine Beschreibung dessen, wovon man nicht überzeugt ist. Im Grunde sind selbst evangelikale Hardliner oder fromme Juden Atheisten – nur eben nicht in Bezug auf eine der zigtausend Formen, die das Metaphysische (Gott, Karma, etc.) angeblich innehat. Atheismus ist genauso ein weltanschauliches Statement, wie “Nicht-konservativ” ein politisches ist.

Nun aber zum Artikel von Herrn Schmidinger, bei dem mir manche Statements sehr skurril erscheinen.

“Das Urteil des Kölner Landesgerichts, das in einem Einzelfall die  Vorhautbeschneidung eines muslimischen Knaben als Körperverletzung  gewertet hat, wurde auch in Österreich von fundamentalistischen  Atheisten dazu benutzt, für ein Verbot dieser im Judentum am achten Tag  nach der Geburt religiös vorgeschriebenen und im Islam ebenfalls  praktizierten harmlosen Praxis einzutreten. Eine fachgerecht  durchgeführte Beschneidung hat keinerlei sexuelle oder gesundheitliche  Nachteile und wird von der WHO gegen Peniskrebs und Gebärmutterhalskrebs  bei der Partnerin und für manche Regionen der Welt sogar gegen HIV  empfohlen.”

Selbstverständlich muss eine Beschneidung keine Nachteile haben, dies aber als Grund für deren weitere Legitimation heranzuziehen ist zu wenig. Es geht nicht darum, dass Kinder später im Erwachsenenalter Nachteile davon hätten, es geht um das individuelle Selbstbestimmungsrecht, welches in unserer heutigen Gesellschaftsform “Gott sei Dank” sehr gewichtig ist. Ob das Beschneiden des menschlichen Körpers, an welcher Stelle auch immer, eine harmlose Praxis ist, sollte Herr Schmidigner besser den Leuten zur Diskussion überlassen, die wohl etwas mehr davon verstehen, zum Beispiel den Kinderärzten. Diese sehen die religiöse Beschneidung auch nicht unbedingt als so harmlos an, wie Schmidinger hier aufzeigen möchte.

Da aber auch die Phrase “fundamentalistischer Atheismus” fällt, liegt der Verdacht nahe, dass hier wie so oft einige religionskritische Organisationen (ich vermute mal, Schmidinger meinte vor allem die österr. Ex-Muslime und die Freidenker) in einen Topf geworfen und als radikal hingestellt werden sollen. Und zwar mit folgenden “Argumenten”:

“Ihr ‘neuer Atheismus’ hat mit dem historisch mit der Arbeiterbewegung  und der Aufklärung verbundenen Atheismus nur noch wenig zu tun. Dieses  Freidenkertum war primär Herrschaftskritik, insbesondere Kritik an der  in vielen Teilen Europas immer noch vorhandenen Verbindung von  politischer Herrschaft und bestimmten Staatskirchen. Es sah seinen Kampf  gegen die unselige Verquickung von politischer und religiöser Macht als  Teil eines Kampfes um eine allgemeine Emanzipation, die letztlich auch  diskriminierten religiösen Minderheiten zugute kommen sollte.”

Kritik an der Verquickung von Religion und Staat gibt es immer noch, Herr Schmidinger – in Österreich ist sie sogar ein Hauptanliegen von uns “fundamentalistischen Atheisten”. Die neue Emanzipation kommt den aufgeklärteren Formen des Religiösen bestimmt zugute, der konservativ-reaktionären aber bestimmt nicht. Wieso Religionen diskriminiert werden, da jetzt die Beschneidung als Praxis infrage gestellt wird, ist seltsam. Aber Ähnliches gab es ja schon mal in viel größerem Rahmen, als die Religion durch die Ideen Charles Darwins ja böse diskriminiert wurde – manche Gläubige sehen es ja heute noch so. Wobei wir beim “neuen Atheismus” wären, ein weiteres inhaltsleeres Schlagwort, welches u.a. einige Bewegungen in den USA beschreiben soll.

“Dieser Atheismus bildete eher eine antitheistische Religion, deren  Vertreter mit Methoden aus den Naturwissenschaften zu “beweisen”  versuchten, dass es keinen Gott gibt, und damit nur den Versuch  evangelikaler Fundamentalisten kopierten, mit der Bibel gegen die  Evolutionstheorie zu argumentieren. Zu Recht kritisieren dies  Wissenschaftsphilosophen wie Michael Ruse seit Jahren als  unwissenschaftliche Grenzüberschreitungen. Seriöse Evolutionsbiologen  wie Michael Zimmerman weisen seit langem auf die negativen Folgen für  die Verankerung der darwinschen Evolutionstheorie im US-Schulunterricht  hin.”

EIne antitheistische Religion? Da fällt mir bestenfalls der Buddhismus in bestimmten Formen ein, der ohne Gottesbilder auskommt. Hier wird die Bibel mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auf eine Stufe gestellt, was, bei allem Respekt, keinen weiteren Kommentar wert ist. Zwar halte ich die Lautstärke und die Art des “gottlosen Kreuzzugs” auch für stellenweise unangebracht, allerdings ist die Gegenseite, sprich religiöser Fundamentalismus, in den USA auch stärker ausgeprägt als hierzulande. Sollte man nichts sagen, da man sonst die bibeltreuen Schreihälse kopiert? Eine weitere leere Phrase Schmidingers.

“Bei uns hat sich dieser neue Atheismus auf Juden und Muslime  eingeschossen und knüpft dabei auch an jahrhundertealte antisemitische  Stereotype von angeblich blutrünstigen und archaischen Praktiken dieser  Religionen an. Es wird Zeit, dass jene Atheisten, die wissenschaftliche  Erkenntnisse wichtiger finden als Kastrationsängste, klar und deutlich  für die Verteidigung der Religionsfreiheit eintreten, um der weiteren  Diabolisierung von muslimischen und jüdischen Eltern etwas  entgegenzusetzen.”

Die Antisemitismus-Keule? Wenn “Atheisten” also, manchmal auch etwas lautstark, für individuelles Selbstbestimmungsrecht und körperliche Unversehrtheit eintreten, diabolisieren sie automatisch muslimische oder gläubige Eltern? Und wer hat Kastrationsängste? Hier ist Schmidinger wohl etwas in Rage gekommen, anders kann ich mir diese Unsinnigkeiten nicht erklären.

Zum Ende bleibt nur zu sagen:

Es wird Zeit, dass jene Atheisten, die wissenschaftliche Erkenntnisse wichtig finden SOWIE für eine individualistische und nicht von irgendwelchen Dogmen und Geboten ausgehende Ethik eintreten, ganz klar die Religionsfreiheit da einschränken zu versuchen sollten, wo diese völlig ohne handfeste Argumente in den Körper oder das Leben des Einzelnen eingreift. Und zwar in einem Alter, wo man da getrost von Indoktrination sprechen kann. Ganz schön fundamental, wie wohl manche aufzuzeigen versuchen, und sich dabei bloss selbst lächerlich machen.

20 Antworten zu Wider die Phrasendrescherei – Replik auf Thomas Schmidingers “Wider den atheistischen Fundamentalisten”

  1. Mc Claudia says:

    Gefällt mir. Danke für diesen Artikel.
    Wenn einem sonst nix mehr an Argumenten einfällt, kommt man mit der Nazikeule. Die geht in Deutschland und Österreich immer. *kotz* Dass es auch jüdische und muslimische Vereinigungen und Einzelne gibt, die gegen Beschneidung sind, ist zumindest im österreichischen TV so gut wie untergegangen oder nie ein Thema gewesen.

  2. “Atheismus ist, im Gegensatz zu Glaube, keine Beschreibung innerster Überzeugungen, sondern lediglich eine Beschreibung dessen, wovon man nicht überzeugt ist.”

    Hmmmm…. dieser Satz enthält in meinen Augen (leider) eine Behauptung, die zu sehr verallgemeinert. Ein Blick auf das Konzept http://www.atheistische-religionsgesellschaft.at/konzept und den § 2 der Statuten (“Darstellung der Religionslehre”) der Atheistischen Religionsgesellschaft in Österreich zeigt nämlich sehr deutlich, dass es auch einen Atheismus geben kann, der darstellt, was (zumindest) einige AtheistInnen glauben (“wir … glauben, dass…”). :-)

    • Um es auf den Punkt zu bringen: Ich möchte mir als Atheist nicht quasi per definitionem ganz apodiktisch (und kontrafaktisch!) absprechen lassen, einen Atheismus vertreten zu können, der in der Lage ist, auch das zu beschreiben, wovon ich überzeugt bin (bzw. was ich glaube). Peace to all! ;-)

    • “Atheismus ist (…) lediglich eine Beschreibung dessen, wovon man nicht überzeugt ist.”

      Also z.B. eine Beschreibung durch AtheistInnen, wie Gott die Welt in sieben Tagen (in ihren Augen: NICHT) erschaffen hat – “ist” das wirklich “Atheismus”??? ;-)

      • Oder wenn ich beschreibe, dass Frau/Herr XY angeblich sehr gut kochen kann (wovon ich nicht überzeugt bin): ist DAS wirklich Atheismus?
        Mich überzeugt diese Definition (“Atheismus ist …”) irgendwie überhaupt nicht, ich finde sie (auch im Zusammenhang dieses Artikels “Wider die Phrasendrescherei”) sogar eher kontraproduktiv, sorry… ;-)

  3. V says:

    Hier gibt’s noch eine Definition von Atheismus:
    http://blog.alm.at/laizitat-und-atheismus-bitte-nicht-verwechseln/

    • Niko schreibt dankenswerterweise auch ganz klar und ausdrücklich dazu: “nicht in der Hoffnung eine allgemeingültige Definition liefern zu können, aber um einen Bezugsrahmen für mich zu errichten”.

  4. Mit Thomas Schmidingers Titel “Wider den atheistischen Fundamentalisten” bin ich vollkommen einverstanden, mit dem atheismophoben Inhalt seines Artikels naturgemäß nicht.

    Aufgeklärter echter Atheismus (die Erkenntnis, dass es keinen wie auch immer gearteten Gott und kein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod gibt) ist weder intolerant noch fundamentalistisch und lässt sich dennoch die atheistische Erkenntnis nicht wegstreichen, um sich selbstverleugnerischerweise im 21. Jahrhundert naiv zu stellen. Der aufgeklärte Atheismus steht für freie Religionsausübung im Rahmen humanistischer Gesetze. Selbstverständlich ist fundamentalistischer Atheismus – fordert exklusive Sonderrechte – streng abzulehnen und steht in krassem Widerspruch zur Ethik des aufgeklärten Atheismus mit ihrem Respekt vor der Autonomie bzw. Selbstbestimmung des Menschen.

    Es dauerte bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts, ehe man in der Duden-Redaktion bei Atheismus von “Gottesleugung” zur Verneinung eines Gottes gelangte. Für christliche Fundamentalisten sind Atheisten zudem “Satanisten” – auf solchem Niveau lässt sich keine vernünftige Diskussion führen.

    Prinzipiell differenziert man zwischen dem negativen Atheismus (bzw. Skeptizismus): “Ich weiß nicht, ob es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt”, dem positiven Atheismus: “Ich glaube, es gibt keinen Gott und kein Leben nach dem Tod” und dem echten bzw. aufgeklärten Atheismus: “Die Erkenntnis, dass es keinen wie auch immer gearteten Gott und kein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod gibt”.
    (Mit Begriffen wie Hedonismus, Nihilismus, Positivismus und Materialismus kommt man hier nicht weiter, weil diese Begriffe jeweils für etwas anderes stehen.)

    Dies soll zeigen, wie schwierig es im 21. Jahrhundert ist, hier einen aufgeklärten und vernünftigen Dialog zu führen, wenn es bespielsweise um das Thema “Beschneidung” geht; deshalb hat Niko Alm dieses Plädoyer verfasst, auch als indirekte Replik auf Thomas Schmidingers Artikel, um Laizität an und für sich und frei von theistischen und atheistischen Positionen diskutieren zu können.

    Position des aufgeklärten Atheismus: Jeder darf glauben, was er mag.

    Ethische Basis des aufgeklärten Atheismus: Respekt vor dem endlichen Leben, Solidarität unter den Menschen, liberale Gesellschaftswerte ohne Diskriminierung, Autonomie bzw. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung.

    • Hmmm, wie soll ich das jetzt sagen…. “die Erkenntnis, dass es keinen wie auch immer gearteten Gott und kein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod gibt” kann ich beim besten Willen nicht wirklich ernst nehmen. Denn es gibt Gott z.B. in der Art einer literarischen Figur (Gott kommt x-mal in sakralen Texten vor), in der Art einer auf Altarbildern und Deckenfresken portraitierten Figur, in der Art eines theologischen Forschungsgegenstandes usw. – “dass es keinen wie auch immer gearteten Gott (…) gibt” stimmt also sicher nicht. Das ist meines Erachtens geradezu mit Händen zu greifen…

  5. Hallo Wilfried, die Statuten der Atheistischen Religionsgesellschaft mit ihrer “Götter- und Erschaffungsumkehr” fasse ich mit Subjektivismuskritik und kollektivem Konstruktivismus. In der Sache sind wir einer Meinung.

    Der italienische Philosoph Giordano Bruno – 1600 in Rom als “Ketzer” verbrannt – vertrat während der Renaissance einen metaphysischen Pantheismus, an dem sich unter anderen auch Goethe und Herder orientierten. Der Pantheismus bezeichnet eine Form der Religiosität, wonach “Gott” und Welt eins seien; dabei wird die Personhaftigkeit “Gottes” abgelehnt, die Existenz “Gottes” aber vorausgesetzt. Der “Weltgeist” bei Hegel sucht als Fortsetzung des Pantheismus das “Göttliche” in der Welt zu fassen und nähert sich so dem Panentheismus – diese Verbindung aus Theismus und Pantheismus bezeichnet eine religiöse Lehre, wonach das All in “Gott” eingeschlossen sei – alles sei in “Gott”.

    Subjektivismuskritik zielt in seiner ursprünglichen Bedeutung auf Kritik an Pantheismus, Panentheismus und “Weltgeist” ab und entlarvt den Hegel’schen “Weltgeist” als subjektive Selbsttäuschung, mit der Welt “Gott” und mit “Gott” die Welt begreifen zu können. Die philosophische, psychologische und literarische Methode “Subjektivismuskritik” war im 19. Jahrhundert mit Agnostizismus verbunden.

    Der aufgeklärte Atheismus des 21. Jahrhunderts überwindet neben dem Agnostizismus auch den positiven Atheismus und wird als echter Atheismus als die Erkenntnis definiert, dass es keinen wie auch immer gearteten Gott und kein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod gibt – an Belegen der modernen Hirnforschung ebenso wie an Genetik, Evolution, Astrophysik und Psychoanalyse orientiert.

    “Keinen wie auch immer gearteten Gott und kein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod” soll theologischen Interpretationsspielraum ausschließen, denn sonst kommen Theologen – wie im Standard passiert – und legen in den Atheismus die Möglichkeit eines unerkennbaren “Gottes”, um so im Atheismus künstlich einen Agnostizismus zu konstituieren, der als Ansatzpunkt für Missionierung dienend mit dem Ziel verbunden ist, den Atheismus überhaupt abzuschaffen.

    Wer sich neben Literaturgeschichte auch für Kunstgeschichte interessiert, stößt bei mir auf offene Ohren und findet mich vielleicht gerade vor der “Steinernen Bibel” der romanischen Kirche in Schöngrabern. Ich glaube aber nicht, dass sich der Satz: “Keinen wie auch immer gearteten Gott”, auf sämtliche Gottheiten bezieht, die man bei kulturgeschichtlichem Interesse als Fresko oder als Farbe auf Leinwand oder aus Stein betasten könnte oder in Textform auf Papier eines selbst erworbenen Buchs gedruckt betasten kann.

    • Hallo Wolfgang,
      du willst also “theologischen Interpretationsspielraum ausschließen”. Aber wenn du mit “keinen wie auch immer gearteten Gott” gar nicht wirklich “keinen wie auch immer gearteten Gott” meinst (denn auch ein gemalter Gott ist doch offenkundig ein Gott und NICHT KEIN wie auch immer gearteter Gott!) , warum schreibst du denn dann ausgerechnet: “keinen wie auch immer gearteten Gott”? Das erinnert mich ein wenig an die Interpretationsproblematik vieler religiöser Texte… nichts für ungut! :-)

      • Wilfried Apfalter: “Aber wenn du mit “keinen wie auch immer gearteten Gott” gar nicht wirklich “keinen wie auch immer gearteten Gott” meinst (denn auch ein gemalter Gott ist doch offenkundig ein Gott und NICHT KEIN wie auch immer gearteter Gott!) , warum schreibst du denn dann ausgerechnet: “keinen wie auch immer gearteten Gott”?”

        Die Antwort habe ich oben gegeben: “… sonst kommen Theologen – wie im Standard passiert – und legen in den Atheismus die Möglichkeit eines unerkennbaren “Gottes”, um so im Atheismus künstlich einen Agnostizismus zu konstituieren, der als Ansatzpunkt für Missionierung dienend …”

        Ich denke, ich habe mich oben klar und unmissverständlich ausgedrückt – soweit das mit Sprache möglich ist – ohne Ludwig Wittgenstein strapazieren zu wollen.

        Wenn du einen Fetisch für “gemalte Götter” hast: ich stehe auf Frauen in hautenger Lederhose.

        • Hmmmm…. du hast dich also “oben klar und unmissverständlich ausgedrückt” und dabei etwas formuliert, was du so gar nicht meinst – “denn sonst kommen Theologen – wie im Standard passiert – und legen in den Atheismus die Möglichkeit eines unerkennbaren ‘Gottes’, um so im Atheismus künstlich einen Agnostizismus zu konstituieren, der als Ansatzpunkt für Missionierung dienend mit dem Ziel verbunden ist, den Atheismus überhaupt abzuschaffen”??? ;-)

          • Irgendwann fühlt man sich dann schon blöd angegangen.

            Wenn irgendwer asseriert, es gäbe keine Einhörner, würde man auch gleich sagen: Guck Walt Disney!

            Wie tief willst du das Niveau eigentlich noch senken?

  6. Ich bin für einen aufgeklärten und toleranten Umgang mit Atheismen bzw. AtheistInnen, “basierend auf einem naturalistischen Weltbild sowie einer säkularen, evolutionär-humanistischen Ethik/Politik” (vgl. das Ziel der gbs, siehe oben links auf dieser Website).

  7. Inwieweit ich den “Evolutionären Humanismus” torpediert haben sollte, entzieht sich meiner Wahrnehmung. Der “aufgeklärte und tolerante Umgang mit Atheismen bzw. AtheistInnen” schließt die eigene Positionierung nicht aus.

    Die Formulierung: “Die Erkenntnis, dass es keinen wie auch immer gearteten Gott und kein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod gibt”, meine ich genau so und nicht anders. Ich bitte dies im Sinne evolutionärer Toleranz zu akzeptieren.

  8. “Ich bitte dies im Sinne evolutionärer Toleranz zu akzeptieren.”
    Das tue ich, keine Sorge :-)

  9. Humanist says:

    Wie verträgt sich eigentlich Sekularer Humanismus mit einem Konstrukt von “religiösem” Atheismus? Ist das den nicht ein Widerspruch, Herr Apfalter?

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